Hochschulkooperationen als Schlüssel für Partnerschaften mit dem Globalen Süden
„Der akademische Austausch mit Hochschulpartnern im Globalen Süden ist ein wechselseitiger Gewinn: Er trägt zur strategischen Stärkung Deutschlands wie zur Entwicklung der Institutionen vor Ort bei“, erklärte DAAD-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee im Vorfeld der Konferenz. Internationale Hochschulkooperationen seien heute ein verlässlicher Baustein deutscher Außenwissenschaftspolitik. „Sie schaffen Vertrauen, eröffnen neue geopolitische Handlungsräume, fördern Innovation und tragen zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit, der Bekämpfung des Fachkräftemangels sowie der Bewältigung globaler Herausforderungen bei“, so Mukherjee weiter.
Internationale Hochschulpartnerschaften als strategischer Faktor
Der HSI-Monitor – ein Gemeinschaftsprojekt der Alexander von Humboldt-Stiftung, des DAAD, der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) – verdeutlicht die Reichweite und strategische Bedeutung dieser Hochschulpartnerschaften: 2024 pflegten deutsche Hochschulen weltweit 7.441 Kooperationen mit Partnerinstitutionen im Globalen Süden. Über 110.000 Forschende aus diesen Ländern veröffentlichten gemeinsam mit deutschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Fachpublikationen. Mehr als 20.000 Promovierende aus diesen Regionen forschten an deutschen Hochschulen – das entspricht rund zwei Dritteln aller internationalen Doktorandinnen und Doktoranden in Deutschland. Insgesamt waren im vergangenen Jahr rund 260.000 Studierende aus diesen Ländern an deutschen Hochschulen eingeschrieben.
Ghana: Wissenschaftspartner in einer dynamischen Weltregion
Ein Beispiel für die Bedeutung internationaler Hochschulpartnerschaften ist Ghana. Das Land hat sich zu einem wichtigen Wissenschaftsstandort in Westafrika entwickelt und zählt zu Deutschlands engsten akademischen Partnern in der Region. Die Zahl der Kooperationen zwischen Hochschulen beider Länder hat sich in den vergangenen Jahren auf 65 verdreifacht. 2024 veröffentlichten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland und Ghana rund 720 gemeinsame Publikationen, vor allem in den Gesundheitswissenschaften und der Klimaforschung.
Mit der neuen DAAD-Außenstelle in Accra baut der DAAD sein Engagement in Westafrika weiter aus. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hob bei seinem Besuch an der Kwame Nkrumah University of Science and Technology im November die guten Perspektiven für bilaterale Zusammenarbeit in der Wissenschaft hervor.